Technologien

Vertrauen durch Innovation

Backes&Müller stellte Mitte der Siebziger Jahre des letzten Jahrtausends seine ersten Lautsprecher vor und startete direkt mit einem Quantensprung in der Lautsprecherentwicklung. Als einer der ersten Hersteller setzte B&M auf Aktiv-Technik, die eine deutliche Qualitätssteigerung in der Schallwandlung brachte. Bei der Aktivtechnologie wird jedem Chassis (jedem Weg) eine eigene Endstufe zugeordnet, so sind Bass, Mitte und Hochton komplett entkoppelt voneinander. Damit war eine Voraussetzung für den Einsatz einer weiteren Spitzentechnologie gegeben, der Backes&Müller eigenen Regelungstechnik (DMC). Hier wird von jedem Chassis die Membranbewegung gemessen und kontrolliert. So ist gewährleistet, dass genau dies in Schall umgewandelt wird, was das Eingangssignal (Musiksignal) vorgibt. Nachschwingen oder durch die vorhandenen Membranmasse verzögertes Einschwingen wird so verhindert. Ab dem Jahr 2006 gibt es bei Backes&Müller mit dem Einsatz der Digitalen Signalverarbeitung und der FIRTEC-Technologie den nächsten Quantensprung. Jetzt ist erstmals im (Viel-Wege-) Lautsprecherbau eine korrekte Phasenlage realisierbar, also gewährleistet, dass die Musik zeitrichtig am Ohr des Zuhörers ankommt. Dies in Verbindung mit den verschiedenen bei B&M entwickelten Abstrahltechniken führt die Produkte der Manufaktur auf ein neues Klangniveau!

Verschiedene Wohnräume und Hörsituationen verlangen verschiedene Lösungsansätze. Mitbewerber skalieren eine Idee von klein nach groß, wir bieten Lösungen!

„Der Zylinderwellenstrahler bildet die Musik so präzise ab wie kein anderer Lautsprecher. Die BM35 ist der beste Lautsprecher, den ich je gehört habe. B&M-Chefentwickler Johannes Siegler sind nostalgische Anwandlungen fremd. Fast könnte man meinen, er sei ein Revolutionär. Seine Innovationen wie der Zeilenstrahler lassen andere High-End-Entwicklungen wie Trippelschritte anmuten. Doch kann eine einzige Box mit den hartnäckigen Vorurteilen gegenüber der Aktiv- wie der Digitaltechnik aufräumen? Sie kann. Wo die Focal (Focal Grande Utopia) die Positionen der 400 Musiker nur skizzierte, stellte die Backes jeden einzelnen an seinen richtigen Platz: unglaublich! Sie ermöglichte sogar auf ungünstigeren Sitzplätzen ein Durchhören der Musik. Kollege Lothar Brandt attestierte ihr die „Abbildungsschärfe einer Lesebrille“, aber mit der Breite eines Panoramagemäldes. Toll, dass eine solche Revolution endlich mal wieder aus Deutschland kommt.“ Malte Ruhnke (Chefredakteur Stereoplay)

Zeit ist Klang (aus Stereoplay 05/15)

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Alle Töner machen auf der Grundlage physikalischer Gegebenheiten Fehler, die man bei einem passiven und ungeregelten System hinnehmen muß. Alle Töner von BM hingegen sind Teil aktiver Fehlerkorrektursysteme.

Aktive Lautsprecher kennen keine Leitungsverluste, keine Impedanzprobleme, haben fehlerfreie Frequenzweichen-leistung, exakte Phasenlage, ein optimales Verstärker-Chassis-Verhältnis, mehr tatsächliche Endstufen-leistung zur Verfügung, schnellere Impuls-verarbeitung und höhere Dynamik. Dies alles bewirkt die aktive Regelungs-intelligenz. Die Membranbewegungen werden permanent durch ein Sensorsystem mit dem tatsächlichen Musiksignal verglichen und korrigiert.

B&M verwendet zwei Gegenkopplungsarten: die induktive und die kapazitive. Eine intelligente elektronische Sicherung sorgt für eine zuverlässige Abschaltung des gesamten Systems, wenn eine überlastung droht. Die elektronische BM-Frequenzweiche trennt das Musiksignal in die den einzelnen Wegen entsprechenden Frequenzbereiche und weist diese den einzelnen Endstufen zu. Jede einzelne dieser Endstufen treibt einen auf das jeweilige Frequenzspektrum optimierten Töner.

Alle diese, für eine optimale Musikwiedergabe nötigen Baugruppen sind auf einem groß dimensionierten Kühlkörper montiert, dem Elektronikeinschub. Die Steuerung und überwachung aller Gerätefunktionen (z.B. Ein/Ausschalten, differenzierte Fehlerdiagnose, digitale Pegelprogrammierung) erfolgt durch einen Mikrocontroller und wird über ein Matrixdisplay angezeigt.

Impulstreue-Techologie: Firtec & DMC

Firtec

BM-FIRTEC™ (FIR-Zeitfi lter-Technologie): für eine zeitrichtige, phasenlineare und tonal korrekte Wiedergabe. Der im FPGA programmierte digitale Signalprozessor (DSP) arbeitet mit einem Modell der physikalischen Eigenschaften des Lautsprechers inklusive der verwendeten Chassis und des Gehäuses. Dabei werden die Parameter des Modells durch eine reale Messung des fertig aufgebauten Lautsprechers ermittelt. So berücksichtigen sie dementsprechend auch alle Toleranzen der verwendeten Komponenten wie Chassis, Elektronik oder Verstärker oder auch die akustischen Phänomene an den Gehäusekanten. Die Besonderheit dieser FIRTEC-Technologie liegt darin, dass sowohl der Amplitudenfrequenzgang
als auch der Phasenverlauf linearisiert wird. Anders ausgedrückt wird die Musik durch den FIRTEC-Prozess tonal unverfärbt wiedergegeben, also alle Frequenzbereiche unverfälscht, zusätzlich dazu noch in ihrer korrekten Zeitstruktur, also genauso wie sie aufgenommen wurde, kein Frequenzband hinkt hinterher. So verfügen aktuell alle Backes&Müller-Lautsprecher durch den Einsatz von FIRTEC und DMC2.0 über einen konstanten Phasenverlauf über den gesamten Frequenzbereich, latenzfrei, weltweit einmalig bei Konuslautsprechern.

Impulsgang vor und nach Firtec

Die Grafik zeigt, wie die B&M FIRTEC-Technik das Gesamtsystem Lautsprecher "kennt" und vorausentzerrt, so dass der Lautsprecher mit FIRTEC die Musik original wiedergibt.

Impulsgang Vor und Nach Firtec
Impulsgang Vor und Nach Firtec
Frequenzgang Vor und Nach Firtec
Frequenzgang Vor und Nach Firtec
Phasengang Vor und Nach Firtec
Phasengang Vor und Nach Firtec

Nearfield Extension: Next

Next

Die Schallenergie nimmt in einem Zylinderwellenfeld, wie es z.B. die BMLine 35 abzustrahlen vermag, bei einer Entfernungsverdoppelung um 3dB ab. In Kugelwellenfeld eines konventionellen Lautsprecher beträgt der Verlust 6dB. Diese physikalischen Grundlagen sind Basis der Backes und Müller NexT - Technologie. Ein neu entwickeltes Zylinderwellen abstrahlendes Element, übernimmt in den BMLine-Modellen 35 und 50 die übertragung des Mittelhochton-Bandes ab 800Hz. Durch eine Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für angewandte Mathematik in Kaiserslautern ist es uns gelungen, einen Schlitzstrahler höchster Güte mit einem äußerst kräftigen Antrieb zu kombinieren. Aufgrund seiner Abstrahlcharakteristik befindet sich also der Hörplatz, auch in großen Räumen, stets im Nahfeld. Die Schallintensität am Ohr ist deutlich stärker vom Direktschall geprägt als von indirektem, reflektiertem Schall. Dies reduziert die Beeinflussung der gehörten Musik durch den Raum auf ein Minimum. Die zusätzlich gerichtete Abstrahlung reduziert nochmals Reflexionen an Decke und Boden. In der Summe erwächst hieraus ein charismatisches Musikerlebnis mit beispielloser Impulstreue und authentischer Rauminformation der Aufnahmen. Auch unterhalb 800Hz strahlt der Schallwandler durch die linienförmige Anordnung der Bass- und Mittelton-Konusspeaker konsequent eine perfekt angeglichene Zylinderwelle ab. (Patent: DE102015102643A)

Nearfield Extension: Next
Nearfield Extension: Next

DMC2.0 - Technologie

DMC2.0 - Technologie

BM-DMC2.0™ („Dynamic-Membran-Control“): Wie schon in 2015 bei den neuen BMLine-Serien-Lautsprechern eingeführt, werden auch die neuen BMPrime-Serien-Modelle mit der verbesserten Sensor-Regelung DMC2.0 ausgestattet. Eine Neukonstruktion des Sensors mit Hilfe moderner Computertechnik erlaubt es uns, die physikalischen Parameter der Regelung so zu beeinfl ussen, dass die Genauigkeit des Regelprozesses um den Faktor 4 verbessert wurde. Der Fortschritt ist so essenziell, dass wir die neue Regelung zum Patent angemeldet haben (patent pending). Grundsätzlich funktioniert eine Sensor-Regelung, indem die Bewegung der Membran zu jedem Zeitpunkt exakt gemessen wird und
mit der Sollbewegung, die sich aus dem Musiksignal ergibt, verglichen wird. Dadurch werden falsche Schwingungen der Membran, provoziert etwa durch Masseträgheit oder auch durch die Materialeigenschaften des Membranmaterials, schon in der Entstehung verhindert. Stoppt die Musik plötzlich, wenn beispielsweise der Bassist die Seiten stoppt, würde der Lautsprecher ohne DMC2.0-Regelung nachschwingen und einen „Pseudobass“ erzeugen. Unsere Technik verhindert ein Nachschwingen ebenso wie ein zu spätes Einschwingen beim Beginn eines Tons. Technisch
gesehen wird der Impuls im Musiksignal korrekt in Schall gewandelt, ohne zeitliche Verzerrungen. DMC2.0-geregelten Chassis, werden vom Hörer oft als schnell und akkurat bezeichnet. Dieses einfache Regelprinzip bedeutet in der Umsetzung feinste Handarbeit beim Aufbau der Chassis in unserem Werk ebenso wie ein umfassendes Know-How zur gesamten Physik der Schallwandlung. Belohnt wird der Aufwand mit einer neutralen, unverfälschten Musikwiedergabe, einem linearen Amplituden- und Phasenfrequenzgang bis zur unteren Grenzfrequenz ohne Latenzzeiten!

Int. Pat. PCT/EP2016/053272

B&M DvX - Technologie

DvX

Das Konzept des gerichteten, virtuellen Coax wird realisiert durch 2 Mitteltöner, deren übertragungsband so gewählt ist, dass die beiden Membranen der Mitteltöner physikalisch wie ein zusammenhängender Konus wirkt. Durch die Positionierung des Hochtöners, exakt im Mittelpunkt dieser virtuellen Membranfläche, entsteht ein Coaxial-Lautsprecher, der prinzipbedingt Laufzeitunterschiede beim Verändern der Hörposition im Nahfeld gar nicht erst entstehen lässt. In Kombination mit dem Wave-Guide entsteht so ein gerichteter Coax mit gerichteter Abstrahlung, was Reflexionen an den Seitenwänden des Abhörraumes vermindert.

Aufsätze

In loser Reihenfolge veröffentlichen wir hier Hintergrundinformationen rund um die Themen Stereo, Wiedergabe, eingesetzte Technologie etc...